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Eine Vitrine zum 125. Geburtstag von Recha Freier
Spende, 29.10.2017
Zum 125. Geburtstag von Recha Freier, der Gründerin der Jugendalijah, die Tausende von jungen Juden vor dem Holocaust bewahrte, übergab unser Club eine Vitrine an den Ökumenischen Arbeitskreis Synagogenweg Norden. Die Übergabe wurde mit einer kleinen Geburtstagsfeier in der ehemaligen Schule der Norder Synagogengemeinde begangen, in der heute das Archiv des Ökumenischen Arbeitskreises untergebracht ist. Roswitha Homann, die uns Recha Freier im vergangenen Jahr an einem Clubabend nähergebracht hatte, hat die Vitrine mit Informationen, Dokumenten und Fotos gefüllt, die an die Tochter des orthodoxen jüdischen Volksschullehrers Manasse Schweitzer erinnern. Zusammen mit Vorstandsmitglied Almut Holler ließ sie das Leben der bedeutenden Frau Revue passieren, die dem FrauenORT Norden ihren Namen gegeben hat. Passend zum Anlass hatte Homann für Musik und kulinarische Köstlichkeiten gesorgt; auch erklang ein Tondokument mit der Stimme von Recha Freier.

Unsere Präsidentin Eva Requardt-Schohaus unterstrich in ihrer Rede ihre persönliche Verbindung zum Synagogenweg. So verbrachte sie ihren 30. Geburtstag am 30. Januar 1983 mit den Gedenkfeiern zur Machtergreifung von Adolf Hitler vor 50 Jahren, über die sie für den Ostfriesischen Kurier berichtete. Der damalige Bürgermeister Gerhard Campen führte die Gruppe an den Ort, an dem einst die Norder Synagoge gestanden hatte. Hier erhob sich damals ein hässlicher Garagenkomplex. Als die Redakteurin im Sommer zu einem Unfall an den Norddeicher Badestrand fuhr, kam es zu einem (zum Glück glimpflichen) Zusammenstoß mit dem Rettungswagen. Hans-Gerhard Gödeken, der den Unfall verursacht hatte, erzählte ihr von dem einzigartigen Gebäude-Ensemble in Norden, das an die jüdische Gemeinde erinnert.

Von da an begleitete unsere Präsidentin die Aktivitäten des Ehepaars Lina und Hans-Gerhard Gödeken journalistisch. „Sie haben das zerrissene Band zwischen den Nordern und ihren ehemaligen Mitbürgern, die vor dem Pogrom in alle Welt geflohen sind, neu geknüpft“, betonte sie bei der besonderen Geburtstagsfeier. „Mit Spannung verfolgte ich mit, wie die Überreste der ehemaligen Synagoge ausgegraben und in eine beeindruckende Gedenkstätte integriert wurden. Nie vergessen werde ich die erste Woche der Begegnung vom 16. bis 21. August 1987, zu der etliche Juden in ihre ehemalige Heimat zurückgekehrt waren. Es spielten sich ergreifende Szenen ab, und ich bin dankbar dafür, dass ich diese große Stunde der Stadt Norden miterleben durfte.“

In den vergangenen 30 Jahren ist dieses Band durch das Engagement des Ökumenischen Arbeitskreises Synagogenweg immer stärker geworden, und es gibt seitdem einen regen Austausch mit den ehemaligen Nordern und ihren Nachkommen. Siehe auch Presse.
1000 Euro für das Projekt „Mein Körper gehört mir“
Spende, 27.03.2017
Für das Projekt „Mein Körper gehört mir“ der theaterpädagogischen werkstatt (tpw) aus Osnabrück spendete unser Club in diesem Jahr 1000 Euro. Wir unterstützen das Projekt seit unseren Anfängen, denn wir hatten uns bei der Gründung das Projekt „Familien in Not“ auf die Fahnen geschrieben.
Mit je 1000 Euro dabei (v. l.): Klaus Voss und Klaus Ortmann vom Vorstand der Bürgerstiftung Norden und unsere Präsidentin. Daneben die Organisatorinnen Ivonne Behnke und Ines Kuhlmann.
Dabei war es uns ein besonderes Anliegen, Kindern zu helfen, die unter Misshandlungen und sexuellem Missbrauch leiden. Wir finden es wichtig, dass Kinder früh lernen, Nein zu sagen bei Übergriffen und dass sie auch wissen, wo sie Hilfe holen können. Von den über 100 000 Euro, die wir bislang gespendet haben, wurden daher insbesondere Projekte des Norder Kinderschutzbundes und das Präventionsprojekt „Mein Körper gehört mir“ unterstützt. Einige Clubschwestern nahmen auch an dem Informationsabend Anfang Februar statt, in dem sie einen Einblick in das dreiteilige interaktive Präventionsprogramm erhielten. Die Theaterpädagogen Mario Forkel und Sophia Gerdes führten an insgesamt elf Grundschulen im Altkreis Norden im Abstand von jeweils einer Woche Spielszenen auf, in denen sie in das Thema sexueller Missbrauch einführen und zeigen, wie sich Kinder dagegen wehren können.
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